1901... Nachdem beide einige Jahre im Parker Bookstore in Oxford zusammengearbeitet hatten, eröffneten Adriaan Swets und Heinrich Zeitlinger eine kleine Fachbuchhandlung in Amsterdam, die auf neue und antiquarische Bücher spezialisiert war.
Obwohl Heinrich Zeitlinger bereits nach einem Jahr ausstieg, blieb sein Name im Firmennamen erhalten. In den folgenden Jahrzehnten wuchs Swets & Zeitlinger zu einem weltweit renommierten Dienstleister für Bibliotheken mit Geschäftsbeziehungen in England heran, die während des Ersten Weltskriegs (1914-1918) fortgesetzt wurden. In 1918 übernahm das Unternehmen die Buchhandlung Eisendraht in Amsterdam. Diese Übernahme führte zu einem Ausbau der Kontakte in Niederländisch-Indien.
20er Jahre... Als im Jahre 1927 der Sohn von Adriaan, W.A. Swets, in das Geschäft einsteigt, ist das Unternehmen zugleich akademische Buchhandlung und Verlag. Da er einer Zusammenarbeit mit seinem Vater in der Buchhandlung nicht unbedingt zugeneigt war, gründete W.A. zwei neue Sparten: Das ‚Antiquariaat’ mit dem Verkauf von Sammelbänden wissenschaftlicher Abhandlungen und der Abonnement-Service.
30er Jahre... Der Abonnement-Service war eine Antwort auf die steigende Nachfrage nach zuverlässigen Abonnement-Dienstleistungen und verzeichnete ein stetiges Wachstum. Es wurden internationale Geschäftsbeziehungen mit Bibliotheken in Großbritannien, Asien, den Vereinigten Staaten, Kanada und Lateinamerika aufgebaut. In 1938 wurde der Versuch unternommen, die erste Niederlassung in den USA zu eröffnen. Der Krieg machte die Pläne zunichte.
40er Jahre... Alle Expansionspläne wurden wegen des Krieges auf Eis gelegt. Während der langen Kriegsjahre hatte Swets die Weitsicht, die Abonnements seiner zehn größten Kunden in den USA und Südafrika weiter zu zahlen und zu lagern. Nach Kriegsende in 1945 informierte Swets seinen wichtigsten Kunden über die bereitstehenden Bestände. Die Bibliotheken zeigten sich überaus dankbar für diesen außergewöhnlichen Service. Die von Swets während des Krieges getätigten Investitionen zahlten sich nun in währungsstarken Dollars aus und ebneten den Weg für weitere Expansionen in den darauf folgenden Jahrzehnten.
50er Jahre... Mit dem internationalen Wandel der wissenschaftlichen Zusammenarbeit und Publikation wurden die Werke nun in mehrmals im Jahr erscheinenden Sammelbänden veröffentlicht. Am Ende des Jahrzehnts hatte sich die Anzahl der im Umlauf befindlichen wissenschaftlichen Zeitschriften um 100 Prozent gesteigert und Bibliotheken schossen wie Pilze aus dem Boden. Dem Erfolg der Eröffnung der Niederlassungen in den USA und in Brasilien stand ein verheerender Brand gegenüber, der die unbezahlbare Sammlung vom Antiquariat zerstörte.
60er Jahre... Der Abonnement-Service von Swets wird weiter ausgebaut und zur Haupttätigkeit des Unternehmens. Damit wächst Swets & Zeitlinger zur größten Abonnement-Agentur in Europa heran und gehört zu den größten Unternehmen für Abonnement-Dienstleistungen in der ganzen Welt. Das schnelle Wachstum ermöglichte es dem Unternehmen, von dem historischen Grachtenhaus in Amsterdam in ein neues Bürogebäude mit einer Fläche von 11.500 m² in das etwa 30 km entfernte Lisse zu ziehen.
70er Jahre... Der neue Sitz in Lisse ebnete den Weg für eine neue Form der Dienstleistung: die Konsolidierung. Vertriebszentren sorgen für eine Vereinfachung der Abwicklung, Bestellung und Lieferung von Zeitschriften an Bibliotheken. Am Ende des Jahrzehnts schloss die Buchhandlung ihre Türen und hatte Swets 200 Mitarbeiter sowie Niederlassungen in der ganzen Welt. Darüber hinaus wurde die Abonnement-Verwaltung vollständig automatisiert. Das Unternehmen geht eine Partnerschaft mit der französischen Firma Europériodiques ein.
80er Jahre... In der ganzen Welt wurden internationale Niederlassungen zum Aufbau lokaler Kundenzentren eröffnet und um einen qualitativ hochwertigen Service in der jeweiligen Landessprache zu gewährleisten. In 1981 in Tokio (Japan), in 1984 in Abingdon (Großbritannien) und Frankfurt (Deutschland) und schließlich Mailand (Italien) in 1988.
90er Jahre... Dieses Jahrzehnt ist gekennzeichnet durch den Aufkauf kleinerer Abonnement-Agenturen in ganz Europa: Stobart & Son Ltd., Kunst und Wissen Erich Bieber GmbH, Microstore Holding B.V., Bailey Subscription Agents Ltd., H.K. Lewis Co. in London, Unversitas Division of the Literary Group Ltd. in Südafrika, die Abonnementabteilung von Standaard Boekhandel, Boekhandel Kooijker, Wennergren & Williams Information Services AB mit Sitz in Schweden, the Nordic Information Center in Dänemark, Narvesen Information Center in Norwegen und die europäische Sparte von Faxon.
Am Ende des Jahrzehnts fand eine historische Fusion statt: Aus der Fusion zwischen Swets Subscription Service, einer Sparte von Royal Swets & Zeitlinger, und Blackwell’s Information Services, einer Sparte von Blackwell Ltd, ging Swets Blackwell hervor.
Das 21. Jahrhundert... Mit der Fusion dieser zwei Unternehmen zu Swets Blackwell unterstreicht das Unternehmen sein Engagement, seine Kunden und die Verlage bei der Bewältigung der Herausforderungen des neuen Jahrhunderts zu unterstützen. Die Abonnement-Agentur Martinus Nijhoff International wurde in 2001 übernommen.
Ende 2003 übernahm Swets die restlichen Anteile von Blackwell und entfernte den Namen Blackwell aus der Firmenbezeichnung. Dies führte zur Gründung von Swets Information Services. In 2004 wurde die Produktpalette für Abonnements von W.H. Everett and Son erworben.
In 2008 übernahm Swets die niederländische Buchhandlung Fraencken B.V. Heute ist Swets das weltweit führende Unternehmen im Bereich Abonnementmanagement und liefert einen qualitativ hochwertigen Service an die weltweit führenden wissenschaftlichen, wirtschaftlichen, medizinischen und öffentlichen Organisationen sowie an 40% der Unternehmen der Fortune-500-Liste. In mehr als 20 Niederlassungen in der ganzen Welt unterstützen die engagierten und erfahrenen Mitarbeiter des Unternehmens Kunden in über 160 Ländern.
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